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Die beste Flamenco-Gitarre ?

Flamenco-Gitarre offen

Welche Flamenco-Gitarre nun die Beste ist, möchte ich unter den vielen wirklich guten Gitarrenbauern nicht beurteilen. Natürlich ist man dazu geneigt, sich immer an die großen Namen zu halten. Aber ich hatte von weltweit bekannten guitarreos auch schon sehr schlechte "pistolitas" in der Hand, oder, bei einem unbekannten Gitarrenbauer, der irgendwo in der Sierra Morena noch mit viel Liebe und großem handwerklichem Geschick seine Instrumente baut, eine phantastische "cañón" entdeckt.

Ein wesentlicher Aspekt ist, aus welcher Region die Flamenco-Gitarre stammt, bzw. aus welchem Klima sie "herausgerissen" wird. Ein altes Sprichwort sagt: "La guitarra de Granada suena (klingt) en Granada, la guitarra de Sevilla suena en Sevilla". Eine Flamenco-Gitarre aus Málaga, das an der Küste liegt, wird den ersten Winter, aufbewahrt in einem für uns normal beheizten Raum, wo es keine Seltenheit ist, dass die relative Luftfeuchtigkeit unter 40 % sinkt, ohne Risse im Holz nicht überstehen. Einer Flamenco-Gitarre aus Madrid schadet dies nicht, da es in Madrid sehr trocken ist. Allerdings gibt es mit dieser, wenn es zu feucht ist, klangliche Probleme. Dies bezieht sich glücklicherweise nur auf die ersten Jahre. Die Zahl 7 spielt eine nicht unwesentliche Rolle, d.h. nach sieben Jahren hat sich die Gitarre einigermaßen akklimatisiert. Auf Madrider Flamenco-Gitarren, die in einer klimatisierten Werkstatt gebaut werden, trifft dies natürlich nicht zu.

Quelle: Schule der Flamencogitarre von Graf-Martinez