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Graf-Martinez Blog
Meinen Blog Flamenco-Tipps auf Blogger habe ich eingestellt. Er ist zwar weiterhin online, wird aber nicht mehr gepflegt. Es geht nun hier auf meiner eigenen Website weiter mit meinem Blog.
30. Juni 2025
Vuelta Andalucía 2025
11-tägige Studienreise durch „Andalucía Bajo“ mit dem Mietwagen
Vorbereitung
1. Tag: Stuttgart - Málaga - Sevilla
2. Tag: Sevilla
Anschließend gingen wir zu Fuß zur Giralda und suchten Schatten an der Mauer der Kathedrale, um unseren Flüssigkeitshaushalt mit großen Literflaschen Agua wiederherzustellen. Die Temperatur im Schatten betrug inzwischen 34 Grad. Wir beobachteten die langen Warteschlangen vor der Kathedrale und dem Alcazar, denen wir uns nicht anschließen wollten, da wir diese Sehenswürdigkeiten bei früheren Aufenthalten in Andalusien zigmal besichtigt hatten. Weitaus interessanter war für uns das Barrio Santa Cruz, das nach wie vor verträumt und einfach wunderschön ist.
Am Abend saßen wir in einer kleinen Bar in der Nähe unseres Hotels, gingen noch auf ein Paseo an den Guadalquivir und gönnten uns anschließend zum Ausklang des Tages ein Cruzcampo im wunderschönen Hotel-Patio, dessen Brunnengeplätscher uns in die Stille von 1001 Nacht versetzte.
3. Tag: Sevilla und Weiterreise nach Novo Sancti Petri.
Der ganze Komplex ist so groß, dass die Wege sehr weit sind - zum Restaurant ca. 250 m.
Gleich bei Ankunft machte man uns ein HP-Angebot, also Mittag oder Abendessen zum Sonderpreis von anstelle 35 € für 23 € pro Person. Das war eine gute Wahl, da das Abendessen und das Frühstück (beides Buffet) sehr gut und reichhaltig war. Ich habe lange Zeit nicht so viel verschiedenen hervorragenden Fisch (für 23 €) gegessen, wie in diesem Hotel. Weil es dort so schön war, mailten wir unser Reisebüro Herrn Hilger an, ob es möglich wäre, einen weiteren Tag anzuhängen und eben dann in Ronda, unsere nächste Etappe, einen Tag später anzukommen. Herr Hilgers arrangierte dies innerhalb kurzer Zeit, wofür wir uns im Nachhinein nochmal herzlich bedanken möchten.
Von Chiclana aus konnten wir täglich unsere Ausfahrten und Besuche in Jerez, San Fernando und Cádiz unternehmen.
Einen kleinen Kritikpunkt muss man leider erwähnen. Wenn man abends auf dem Balkon die Abendsonne, den Sonnenuntergang und das Meer genießt, fängt um 20 Uhr in unmittelbarer Nähe das Unterhaltungsprogramm des Hotels an. Eine dumpe Musik, die einfach nervt und die komplette Idylle der Umgebung zerstört.
Das Panorama von unserem Balkon.
5. Tag: Jerez - Centro Andaluz de Documentación del Flamenco.
Im Anschluss daran führte uns die Leiterin durch das Museum und erläuterte uns die Exponate ausführlich. Der Fundus umfasst eine Vielzahl von Publikationen, Medien und antike Flamencokleider. Zahlreiche Computerplätze stehen für die Recherche, zum Lesen, Sehen und Hören zur Verfügung. Sogar erste Flamenco-Audioaufnahmen, noch auf Wachsrollen, sind über Grammophone zu hören.
Dann wollten wir noch spontan im Flamenco-Studio von Antonio el Pipa und Maria del Mar Moreno vorbeischauen, welches die beiden von ihrer Lehrerin Angelita Gomez übernommen hatten, um dort Maria zu treffen, die meine Frau bereits seit den ersten internationalen Sommer-Kursen (1985) in Jerez kennt, die damals noch von der Catedra Flamencologia organisiert waren; doch leider war das Studio um diese Mittagszeit geschlossen.
Tag 6: San Fernando und Cádiz.
Cádiz wird von einem silbernen, diffusen Licht durchflutet, das strahlend hell ist und der Stadt den Namen „La Tacita de Plata“, das Silbertässchen, einbrachte. Cádiz ist nach wie vor meine Lieblingsstadt. Der Geruch des Atlantiks ist allgegenwärtig. Die Halbinsel, die rundum vom Meer umgeben ist, ermöglicht es, in wenigen Schritten das Wasser zu erreichen. Die Puerta de Tierra, das Tor zur Welt, unterstreicht die Bedeutung von Cádiz als Drehscheibe zwischen zwei Kontinenten. Sie symbolisiert den Austausch, der durch den (Raub)Handel mit Amerika in Gang gesetzt wurde. Von hier aus wurden die ersten Subsahara-Sklaven in die Neue Welt deportiert und indigene Sklaven aus Westindien, wie die damalige Bezeichnung für die Neue Welt lautete, importiert.
Aus dem Cadiz-Vorort San Fernando stammt der berühmte Flamenco-Sänger Camarón de la Isla. Ein Besuch des neu errichteten Museums und Monuments zu Ehren des großen Sängers, das Museo Leyenda Camarón, ist daher ein Muss.
Tag 8: Nach Algeciras und weiter nach Ronda.
Ein besonders erfreuliches Ereignis war der Besuch einer Bar, die sich gleich um die Ecke von Paco´s Geburtshaus befindet und die er wohl sehr oft besuchte. An den Wänden hängen viele alte Fotos von Paco und seinen Freunden. Es war eine große Ehre für mich, in diesem Lokal, in dem der große Maestro einst verkehrte, eine Gitarre in die Hand gedrückt zu bekommen.
Am Abend erreichten wir Ronda und bezogen unser vorbestelltes Quartier im Hotel Maestranza. Ein sehr schönes 4-Sterne-Hotel, das sich im Zentrum von Ronda gegenüber der ältesten Plaza de Toro (Stierkampfarena) befindet, circa 200 m von Ronda's Wahrzeichen, der Puente Nuevo entfernt. Auch ein Tiefgaragenplatz wurde uns zur Verfügung gestellt, der jedoch nur vom Hotelpersonal genutzt werden darf, da der Zugang sehr steil und eng hinab führt.
Tag 9: Von Ronda nach Ardales / El Chorro
Tag 10: Ronda - «La Puente» und «La Mina de Agua» im «Casa del Rey Moro» …
Und wir haben es tatsächlich geschafft: 261 steile Stufen führten uns hinab in die Schlucht des Tajo von Ronda durch die Mina del Agua - einer in den Fels geschlagenen Wasserminenanlage aus dem 14. Jahrhundert. Einst schufteten hier christliche Sklaven, um mühsam Wasser in Ledersäcken nach oben zu fördern um die Stadt in Zeiten der Belagerung zu versorgen. Der Abstieg ist wegen den hohen und glitschigen Stufen mühsam. Der Blick zurück in die Geschichte ist beeindruckend und die Atmosphäre in der dunklen, kühlen Felswelt, wenn man unten im Tajo des Guadalevin das Tageslicht erblickt, ist unvergesslich. Der Aufstieg geht dermaßen in die Beine und erzwingt mehrmals eine Erhol- und Verschnaufpause.
Wie dieses Erlebnis, das ich unbedingt nochmal mit meiner Frau erleben wollte, genau war und welche Eindrücke uns dabei begleitet haben – das lässt sich besser in bewegten Bildern zeigen. Mein Video dazu sagt mehr als tausend Worte.
… ein Abstecher nach Setenil und weiter nach Benamádena.
Also machten wir uns auf den Weg zur letzten Etappe unserer Reise: an die Costa del Sol, nach Benalmádena. Unser Reisebüro hatte hier bewusst ein Hotel in Flughafennähe gebucht, damit wir am nächsten Morgen stressfrei und in nur rund 20 Minuten am Flughafen Málaga sein konnten.
Das Best Hotel Benalmádena, ein 4-Sterne-Haus direkt an der Strandpromenade mit Zimmer mit Balkon und Meerblick war okay, auch wenn es keinen eigenen Strand hat. Für uns kein Problem, da wir ohnehin nur eine Nacht blieben. Das Abendbuffet wurde für 15 € pro Person angeboten — ein Preis, der uns etwas skeptisch machte. Das Restaurant erinnerte mehr an eine große Kantine mit eng gestellten Tischen. Auch die Auswahl und Qualität des Essens ließen zu wünschen übrig. Besonders meine spontane Idee, unbedingt noch ein paar Muscheln zu probieren und meiner Frau auch welche anzubieten, war im Nachhinein ein Fehler. Die Folgen bekamen wir am zweiten Tag zuhause zu spüren.
Die Rückgabe des Mietwagens gestaltete sich unkompliziert: Das Fahrzeug konnte einfach in der Tiefgarage des Terminals abgestellt und der Schlüssel einem Mitarbeiter übergeben werden. Während des Fluges, der uns voller Zufriedenheit wieder nach Hause brachte, kam es zu einem Zwischenfall, als mir mein Sitznachbar versehentlich seinen heißen Kaffee über meine Hose schüttete, was mich kurz zum HB-Männchen mutieren ließ.
Unterricht
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